Ratgeber
Was kostet eine Leadgenerierung Agentur? Preismodelle im Vergleich
Wer eine Agentur für Leadgenerierung beauftragen will, bekommt sehr unterschiedliche Angebote. Manche verlangen einen festen Monatsbetrag, andere rechnen pro Lead ab, wieder andere pro gebuchtem Termin. Die Preise lassen sich kaum direkt vergleichen, weil hinter jedem Modell eine andere Verteilung des Risikos steckt.
In diesem Artikel vergleichen wir die gängigen Preismodelle, zeigen dir, welche Kostenblöcke du zusätzlich einplanen musst, und geben dir eine einfache Formel, mit der du jedes Angebot auf deine Kosten pro Abschluss umrechnen kannst.
Die vier gängigen Preismodelle
Im Markt haben sich im Wesentlichen vier Modelle etabliert. Die Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wofür du bezahlst und wer das Risiko trägt, wenn die Kampagne nicht funktioniert.
| Modell | Du zahlst für | Risiko liegt bei | Typischer Haken |
|---|---|---|---|
| Retainer | Arbeitszeit und Aktivität pro Monat | Dir | Kosten laufen auch ohne Ergebnis weiter |
| Pay-per-Lead | Kontakte, die ein Kriterium erfüllen | Geteilt | Ein Lead ist noch kein Gespräch |
| Pay-per-Meeting | Stattgefundene, qualifizierte Termine | Überwiegend bei der Agentur | Definition von "qualifiziert" muss klar sein |
| Hybrid | Fixum plus erfolgsabhängigen Anteil | Geteilt | Fixum kann den Erfolgsanteil verwässern |
Retainer: planbar für die Agentur, nicht für dich
Beim Retainer zahlst du einen festen Betrag pro Monat, meist mit einer Mindestlaufzeit. Dafür bekommt die Agentur Zeit, um Listen aufzubauen, Texte zu schreiben und Kampagnen zu betreiben. Das Modell ist einfach zu verstehen und für die Agentur gut planbar.
Für dich bedeutet es: Du trägst das volle Risiko. Wenn die Kampagne in den ersten Monaten keine Termine bringt, zahlst du trotzdem. Achte bei Retainer-Angeboten deshalb besonders auf die Mindestlaufzeit, auf klare Leistungsbeschreibungen und auf ein Reporting, das Antworten und Termine zeigt statt nur versendete Nachrichten.
Pay-per-Lead: günstig pro Stück, teuer pro Abschluss
Beim Pay-per-Lead zahlst du für jeden Kontakt, der ein vereinbartes Kriterium erfüllt, etwa eine Anfrage über ein Formular oder eine positive Antwort. Der Preis pro Lead wirkt oft niedrig.
Das Problem: Zwischen einem Lead und einem Gespräch liegt noch viel Arbeit. Dein Team muss nachfassen, qualifizieren und Termine vereinbaren. Viele Leads werden nie zu einem Gespräch. Dazu kommt, dass manche Anbieter dieselben Kontakte an mehrere Kunden verkaufen. Frag deshalb immer, ob die Leads exklusiv sind und wie sie qualifiziert werden.
Hybridmodelle
Viele Agenturen kombinieren ein monatliches Fixum mit einem erfolgsabhängigen Anteil pro Lead oder Termin. Das kann fair sein, wenn das Fixum nur die echten Grundkosten deckt. Ist das Fixum hoch und der Erfolgsanteil klein, unterscheidet sich das Modell in der Praxis kaum von einem Retainer. Rechne deshalb aus, welcher Anteil deiner Gesamtkosten tatsächlich vom Ergebnis abhängt.
Pay-per-Meeting: du zahlst für das Gespräch
Beim Pay-per-Meeting zahlst du erst, wenn ein qualifizierter Termin mit einem Entscheider aus deiner Zielgruppe tatsächlich stattgefunden hat. Das Risiko einer schwachen Kampagne liegt damit überwiegend bei der Agentur. Warum wir dieses Modell für sinnvoller halten, erklären wir ausführlich im Artikel Termine statt Leads.
Bei uns sieht das konkret so aus: einmalige Setup-Gebühr von 2.800 USD, danach 200 USD pro qualifiziertem Termin, kein Retainer. No-Shows und Termine außerhalb der vereinbarten Zielgruppe berechnen wir nicht. Alle Details findest du auf der Seite mit unseren Preisen pro Termin.
Worauf du im Vertrag achten solltest
Entscheidend ist die Definition eines qualifizierten Termins. Diese Definition sollte Position, Unternehmensgröße, Branche und Region festlegen. Kläre außerdem, was mit No-Shows und mit Terminen außerhalb der Zielgruppe passiert und ob es eine Mindestabnahme gibt.
Kosten, die in keinem Angebot stehen
Unabhängig vom Modell entstehen Kosten, die oft nicht im Angebotspreis enthalten sind. Prüfe bei jedem Angebot, wer die folgenden Blöcke trägt:
- Daten und Lead-Listen: Recherche, Anreicherung und Pflege der Kontakte
- Tools: Versand, Automatisierung, LinkedIn-Outreach und Datenanreicherung
- Infrastruktur: eigene Versand-Domains, Postfächer und Warm-up
- Texte: Sequenzen in der Sprache deiner Zielgruppe, nicht übersetzte Vorlagen
- Interne Zeit: Onboarding, Abstimmung, Nachfassen und Qualifizierung durch dein Team
Bei uns sind Lead-Listen, Tools und Infrastruktur im Modell enthalten. Wir arbeiten mit Smartlead, HeyReach, Clay, Instantly, Warmy und Inboxkit und richten Domains und Postfächer in den ersten Tagen ein, die Kampagne geht ab Tag 7 live.
So rechnest du Angebote vergleichbar
Der Preis pro Lead oder pro Monat sagt wenig. Vergleichbar wird ein Angebot erst, wenn du es auf die Kosten pro Abschluss herunterbrichst. Dafür brauchst du drei Werte: die Gesamtkosten im Betrachtungszeitraum, die Zahl der Gespräche und deine eigene Abschlussquote aus Gesprächen.
- Gesamtkosten = Setup + laufende Gebühren + Zusatzkosten + interne Zeit
- Kosten pro Gespräch = Gesamtkosten / Zahl der stattgefundenen Gespräche
- Kosten pro Abschluss = Kosten pro Gespräch / Abschlussquote
Bei Pay-per-Lead musst du zusätzlich die Quote einrechnen, mit der aus Leads Gespräche werden. Diese Quote kennst du nur aus eigener Erfahrung. Setze lieber einen vorsichtigen Wert an als einen optimistischen.
Zur Orientierung ein Beispiel-Funnel, keine Zusage: Aus 10.000 recherchierten Entscheidern und 2.500 Nachrichten pro Woche können 20 qualifizierte Termine und daraus 4 bis 6 Abschlüsse entstehen. Wie solche Kampagnen in der Praxis gelaufen sind, zeigen unsere Ergebnisse und Fallstudien, etwa die Fallstudie NK Media mit +350.000 $ Jahresumsatz ausschließlich im DACH-Markt.
Häufige Fragen
Was kostet eine Leadgenerierung Agentur im Monat?
Das hängt vom Preismodell ab. Beim Retainer zahlst du einen festen Monatsbetrag, unabhängig vom Ergebnis. Bei Pay-per-Lead und Pay-per-Meeting schwanken die Kosten mit der Zahl der gelieferten Leads oder Termine. Statt Monatsbeträge zu vergleichen, solltest du jedes Angebot auf die Kosten pro Gespräch und pro Abschluss umrechnen. Nur so werden unterschiedliche Modelle wirklich vergleichbar.
Ist Pay-per-Meeting teurer als Pay-per-Lead?
Pro Stück ist ein Termin teurer als ein Lead, weil mehr Arbeit darin steckt. Pro Abschluss kann die Rechnung anders aussehen, denn aus vielen Leads werden nie Gespräche, und dein Team muss nachfassen und qualifizieren. Rechne beide Modelle mit deiner eigenen Abschlussquote und einer vorsichtigen Annahme für die Umwandlung von Leads in Gespräche durch.
Was kostet die Zusammenarbeit mit euch?
Wir berechnen eine einmalige Setup-Gebühr von 2.800 USD und danach 200 USD pro qualifiziertem Termin. Einen Retainer gibt es nicht. No-Shows und Termine außerhalb der vereinbarten Zielgruppe berechnen wir nicht. Lead-Listen, Tools, Versand-Infrastruktur und deutsche Sequenzen sind enthalten, ebenso ein wöchentliches Video-Reporting über den Stand der Kampagne.
Welche versteckten Kosten sollte ich prüfen?
Frag nach Kosten für Daten und Lead-Listen, für Tools und Versand-Infrastruktur, für Texte und Übersetzungen sowie nach Mindestlaufzeiten. Rechne außerdem die Zeit deines eigenen Teams ein, etwa für Onboarding, Abstimmung und das Nachfassen bei Leads. Diese interne Zeit taucht in keinem Angebot auf, beeinflusst deine Kosten pro Abschluss aber deutlich.
Nächster Schritt
Wir zeigen dir, wie viele Termine in deinem Markt realistisch sind, mit Zahlen aus vergleichbaren Kampagnen.
Deine Angaben bleiben vertraulich und dienen nur der Vorbereitung deines Gesprächs.
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