Glossar

Outbound Glossar: die wichtigsten Begriffe der B2B Leadgenerierung erklärt

Wer sich mit Outbound und B2B Leadgenerierung beschäftigt, stößt schnell auf eine Mischung aus englischen Fachbegriffen, Abkürzungen und Paragrafen. Dieses Outbound Glossar erklärt sie in einfachen Worten: von Lead und MQL über Sending-Domain und Warm-up bis zu Show-Rate, Retainer und § 7 UWG.

Die Begriffe sind nach Themen gruppiert, damit du sie im Zusammenhang verstehst. Wo es sich anbietet, verlinken wir auf die Seite, die das Thema ausführlich behandelt. Die Einträge zu Recht und Datenschutz geben den Stand der Diskussion wieder und sind keine Rechtsberatung.

Grundbegriffe der Leadgenerierung

Outbound

Outbound bezeichnet alle Vertriebsaktivitäten, bei denen ein Unternehmen aktiv auf ausgewählte potenzielle Kunden zugeht, statt darauf zu warten, dass sie sich melden. Typische Kanäle sind E-Mail, LinkedIn und Telefon. Der Vorteil liegt in der Steuerbarkeit: Du legst fest, welche Unternehmen und welche Rollen angesprochen werden, und kannst innerhalb weniger Tage starten. Dafür brauchst du saubere Daten, eine funktionierende technische Infrastruktur und Texte, die zum Markt passen. Wie Outbound im Vergleich zu Inbound abschneidet, erklären wir im Ratgeber Outbound vs. Inbound.

Inbound

Inbound ist das Gegenstück zu Outbound: Interessenten finden von selbst zu dir, zum Beispiel über Google, Fachartikel, Webinare, Newsletter oder Empfehlungen. Weil der Kontakt selbst sucht, ist die Kaufbereitschaft oft hoch. Der Nachteil ist die Vorlaufzeit. Inhalte brauchen Monate, bis sie regelmäßig Anfragen bringen, und du kannst kaum steuern, welche Unternehmen sich melden. Viele B2B-Unternehmen kombinieren deshalb beides: Outbound für planbare Termine in der gewünschten Zielgruppe und Inbound für langfristige Nachfrage. Einen Überblick über alle Wege gibt unsere Seite zur B2B Leadgenerierung.

Kaltakquise

Kaltakquise ist die Erstansprache eines Unternehmens, zu dem bisher keine Geschäftsbeziehung besteht, also ohne vorherigen Kontakt, Empfehlung oder Anfrage. Im B2B läuft sie heute meist über E-Mail und LinkedIn, klassisch auch per Telefon. Der Begriff ist im deutschsprachigen Raum stark mit rechtlichen Fragen verknüpft, weil Werbung ohne Einwilligung in Deutschland, Österreich und der Schweiz jeweils eigenen Regeln unterliegt. Wie wir Kaltakquise als Agentur aufsetzen, beschreiben wir auf der Seite Kaltakquise Agentur, den rechtlichen Rahmen im Ratgeber Kaltakquise im B2B: Was ist erlaubt?.

Lead

Ein Lead ist ein Kontakt, der grundsätzlich zur Zielgruppe passt und von dem mindestens Name, Unternehmen und ein Kontaktweg bekannt sind. Mehr sagt der Begriff nicht aus. Ein Lead hat nicht zwangsläufig Interesse gezeigt, kein Gespräch zugesagt und kein Budget bestätigt. Genau deshalb ist Vorsicht geboten, wenn Anbieter Leads verkaufen: Eine Liste mit 500 Leads kann wertvoll oder wertlos sein, je nachdem, wie gut sie zum Ideal Customer Profile passt und ob jemand mit den Kontakten gesprochen hat. Warum wir pro Termin und nicht pro Lead abrechnen, erklärt der Ratgeber Termine statt Leads.

MQL (Marketing Qualified Lead)

Ein Marketing Qualified Lead ist ein Kontakt, der nach Kriterien des Marketings als interessant gilt, etwa weil er ein Whitepaper heruntergeladen, ein Webinar besucht oder mehrfach die Preisseite aufgerufen hat. Die Qualifizierung erfolgt meist automatisch über ein Scoring. Ein MQL hat noch nicht mit dem Vertrieb gesprochen, und niemand hat geprüft, ob Bedarf, Budget und Entscheidungskompetenz vorhanden sind. Der Begriff stammt aus dem Inbound-Marketing und spielt bei Outbound-Kampagnen eine kleinere Rolle, weil dort die Zielgruppe schon vor der Ansprache festgelegt wird.

SQL (Sales Qualified Lead)

Ein Sales Qualified Lead hat die Prüfung durch den Vertrieb bestanden: Jemand hat mit dem Kontakt gesprochen oder geschrieben und bestätigt, dass ein konkreter Bedarf besteht, der Kontakt am Kauf beteiligt ist und ein Gespräch sinnvoll ist. Ein SQL ist damit deutlich weiter als ein MQL. Im Outbound entspricht ein SQL in der Praxis einem Kontakt, der positiv geantwortet hat und bei dem die Zielgruppen-Kriterien bestätigt sind. Der nächste Schritt ist in der Regel ein fest vereinbarter Termin.

Qualifizierter Termin

Ein qualifizierter Termin ist ein fest vereinbartes Gespräch mit einer Person, die zur vorher definierten Zielgruppe gehört, weiß, worum es im Gespräch geht, und tatsächlich erscheint. Die Kriterien werden vor dem Start einer Kampagne gemeinsam festgelegt: Branche, Unternehmensgröße, Region und Rolle des Gesprächspartners. Der Begriff ist das Herz unseres Preismodells. Wir rechnen nur Termine ab, die diese Kriterien erfüllen; No-Shows und Gespräche außerhalb der Zielgruppe berechnen wir nicht. Die genaue Definition findest du auf unserer Preisseite.

ICP (Ideal Customer Profile)

Das Ideal Customer Profile beschreibt das Unternehmen, für das dein Angebot am besten passt: Branche, Größe, Region, eingesetzte Technologien, Wachstumsphase und typische Auslöser für einen Kauf. Anders als eine Buyer Persona beschreibt das ICP die Organisation, nicht die einzelne Person. Ein scharfes ICP ist die wichtigste Voraussetzung für Outbound, weil es bestimmt, welche Unternehmen auf die Lead-Liste kommen und welche nicht. Je enger es gefasst ist, desto relevanter werden die Nachrichten und desto höher die Antwortrate. Wie wir das ICP im Onboarding erarbeiten, zeigt unsere Methode.

Kaufsignal und Intent-Daten

Ein Kaufsignal ist ein beobachtbares Ereignis, das einen konkreten Anlass für ein Gespräch wahrscheinlich macht: eine offene Stelle im Vertrieb, eine Finanzierungsrunde, ein Technologiewechsel, eine Expansion in ein neues Land oder ein Wechsel in der Geschäftsführung. Intent-Daten sind der Oberbegriff für solche Signale, oft gesammelt aus öffentlichen Quellen, Stellenportalen, Handelsregistern oder Website-Technologien. Für Outbound sind sie wertvoll, weil eine Nachricht mit konkretem Anlass deutlich eher beantwortet wird als eine allgemeine Vorstellung. Wir filtern unsere Lead-Listen gezielt nach solchen Signalen.

Lead-Liste und Datenanreicherung

Die Lead-Liste ist die Sammlung der Unternehmen und Ansprechpartner, die in einer Kampagne angeschrieben werden. Sie entsteht aus dem ICP und wird mit Datenanreicherung (Enrichment) ergänzt: Zu einem Namen werden E-Mail-Adresse, LinkedIn-Profil, Position, Unternehmensgröße und Kaufsignale aus verschiedenen Quellen zusammengetragen und geprüft. Die Qualität dieser Liste entscheidet mehr über den Erfolg als jeder Betreff. Gemietete oder mehrfach verkaufte Listen sind ein Warnsignal, weil dieselben Kontakte gleichzeitig von vielen Anbietern angeschrieben werden. Wir bauen für jede Kampagne eine eigene, exklusive Liste.

Cold Email und Zustellbarkeit

Cold Email

Eine Cold Email ist eine E-Mail an eine Person, mit der bisher kein Kontakt bestand, mit dem Ziel, ein Gespräch anzustoßen. Gute Cold Emails sind kurz, sachlich, nennen einen konkreten Grund für die Nachricht und enden mit einer einfachen Frage statt mit einem Verkaufspitch. Im deutschsprachigen B2B gelten eigene Regeln für Ton und Recht: Übersetzte englische Vorlagen funktionieren selten, und der Versand ohne Einwilligung ist wettbewerbsrechtlich heikel. Wie wir Cold Email als Kanal einsetzen, beschreibt die Seite Cold Email Agentur, die Datenschutzseite der Ratgeber Cold Email und DSGVO.

Sequenz

Eine Sequenz ist eine vorab geplante Folge von Nachrichten an denselben Kontakt, typischerweise drei bis fünf E-Mails oder LinkedIn-Nachrichten über mehrere Wochen. Jede Nachricht hat einen eigenen Blickwinkel: Die erste stellt den Anlass vor, spätere greifen ein anderes Problem oder einen Kundenfall auf. Antwortet der Kontakt, stoppt die Sequenz automatisch. Sequenzen sind wichtig, weil viele Antworten erst auf die zweite oder dritte Nachricht kommen. Entscheidend ist, dass jede Nachfass-Nachricht einen eigenen Mehrwert bringt und nicht nur fragt, ob die letzte E-Mail angekommen ist.

Sending-Domain

Eine Sending-Domain ist eine eigens für den Versand von Outbound-E-Mails eingerichtete Domain, zum Beispiel eine Variante deines Firmennamens mit anderer Endung. Sie wird getrennt von der Hauptdomain betrieben, damit die Reputation deiner normalen Geschäftskommunikation nicht leidet, falls eine Kampagne Spam-Beschwerden auslöst. Pro Sending-Domain werden wenige Postfächer eingerichtet, die jeweils nur eine begrenzte Zahl von E-Mails pro Tag verschicken. So verteilt sich das Volumen, und eine einzelne Domain fällt nicht durch ungewöhnlich hohe Sendemengen auf.

Warm-up

Warm-up bezeichnet das schrittweise Aufbauen der Reputation neuer Postfächer und Sending-Domains, bevor echte Kampagnen starten. Neue Postfächer tauschen dabei über mehrere Wochen automatisiert E-Mails mit anderen Postfächern aus, die geöffnet, beantwortet und aus dem Spam-Ordner geholt werden. Mail-Provider wie Google und Microsoft lernen daraus, dass die Domain seriös kommuniziert. Ohne Warm-up landen E-Mails von frischen Domains sehr wahrscheinlich im Spam. In unserer Methode läuft das Warm-up in den ersten Tagen nach dem Onboarding, parallel zur Texterstellung.

Zustellbarkeit (Deliverability)

Zustellbarkeit beschreibt, wie viele deiner E-Mails tatsächlich im Posteingang des Empfängers landen statt im Spam-Ordner oder gar nicht. Sie hängt von der technischen Konfiguration (SPF, DKIM, DMARC), der Reputation von Domain und Postfach, dem Sendevolumen, der Qualität der Empfängerliste und dem Inhalt der Nachricht ab. Gute Zustellbarkeit ist die Voraussetzung für alles andere: Der beste Text bringt nichts, wenn ihn niemand sieht. Deshalb überwachen wir Bounce-Raten, Spam-Beschwerden und Platzierungstests laufend und tauschen Postfächer aus, deren Reputation gelitten hat.

SPF, DKIM und DMARC

SPF, DKIM und DMARC sind drei DNS-Einträge, die belegen, dass eine E-Mail wirklich von der Domain stammt, die als Absender angegeben ist. SPF legt fest, welche Server im Namen der Domain senden dürfen. DKIM signiert jede E-Mail kryptografisch, sodass der Empfänger prüfen kann, ob sie unterwegs verändert wurde. DMARC verbindet beide und sagt dem empfangenden Server, was mit E-Mails geschehen soll, die die Prüfung nicht bestehen. Große Provider verlangen diese Einträge inzwischen von allen Absendern mit größerem Volumen. Fehlen sie, ist die Zustellbarkeit von Anfang an beeinträchtigt.

Spam-Rate

Die Spam-Rate ist der Anteil der Empfänger, die eine E-Mail aktiv als Spam markieren. Mail-Provider werten diese Beschwerden als wichtigstes Signal für die Reputation eines Absenders. Google etwa empfiehlt, die Rate deutlich unter einem halben Prozent zu halten, und behandelt Absender oberhalb dieser Schwelle schlechter. Für Outbound heißt das: Eine Liste mit unpassenden Kontakten schadet nicht nur der Antwortrate, sondern auch der Infrastruktur, weil mehr Empfänger auf Spam klicken. Eine enge Zielgruppe und ein einfacher Opt-out sind deshalb auch technisch sinnvoll, nicht nur rechtlich.

Opt-out

Ein Opt-out ist die Möglichkeit für den Empfänger, weitere Nachrichten mit einem Schritt abzulehnen, etwa über einen Link oder einen Satz wie "Antworte kurz, wenn du keine weiteren E-Mails möchtest". Rechtlich ist ein einfacher, kostenloser Widerspruch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgeschrieben, sobald werblich kommuniziert wird. Praktisch verhindert ein Opt-out, dass Empfänger stattdessen auf "Spam" klicken, und schützt damit die Zustellbarkeit. Jede Abmeldung muss sofort in der gesamten Sequenz greifen und dauerhaft gespeichert werden, damit der Kontakt in späteren Kampagnen nicht erneut angeschrieben wird.

LinkedIn Outreach

LinkedIn Outreach

LinkedIn Outreach ist die gezielte Ansprache von Entscheidern über LinkedIn: Profilbesuch, Kontaktanfrage, Nachricht und Nachfassen, meist in einer Sequenz und häufig parallel zu einer Cold-Email-Kampagne. Der Kanal hat zwei Vorteile: Der Empfänger sieht sofort, wer schreibt, und viele Entscheider reagieren auf LinkedIn eher als auf E-Mail. Begrenzt wird er durch die Tageslimits für Kontaktanfragen und Nachrichten pro Profil. Rechtlich gilt Werbung über LinkedIn-Nachrichten ebenfalls als elektronische Direktwerbung. Wie wir LinkedIn in deinem Namen bespielen, zeigt die Seite LinkedIn Outreach Agentur.

Connection Request

Der Connection Request ist die Kontaktanfrage auf LinkedIn, der erste Schritt in fast jeder LinkedIn-Sequenz. Erst nach Annahme lassen sich kostenlos Direktnachrichten senden. Die Anfrage kann mit einer kurzen Notiz versehen werden; ob mit oder ohne Notiz besser funktioniert, hängt von Zielgruppe und Text ab und sollte getestet werden. LinkedIn begrenzt die Zahl der Anfragen pro Woche, und viele unbeantwortete Anfragen können ein Profil einschränken. Die Annahmequote ist deshalb eine eigene Kennzahl, die wir pro Kampagne beobachten.

SDR und BDR

SDR steht für Sales Development Representative, BDR für Business Development Representative. Beide Rollen kümmern sich um den Anfang des Vertriebsprozesses: Zielkunden recherchieren, ansprechen, qualifizieren und Termine für die Account Executives oder die Geschäftsführung vereinbaren. In manchen Unternehmen bearbeiten SDRs eingehende Anfragen und BDRs kümmern sich um Outbound, in anderen werden die Begriffe synonym verwendet. Ein eigenes SDR-Team bedeutet Recruiting, Einarbeitung, Gehalt und Tools, bevor der erste Termin entsteht. Ob sich das gegenüber einer Agentur rechnet, wägt der Ratgeber SDR outsourcen ab.

Qualifizierung und Termine

Appointment Setting und Terminierung

Appointment Setting, auf Deutsch Terminierung, ist die Dienstleistung, Gespräche zwischen deinem Vertrieb und passenden Entscheidern zu vereinbaren. Der Anbieter übernimmt Recherche, Ansprache, Qualifizierung und Koordination des Termins; dein Team führt dann das Verkaufsgespräch. Der Unterschied zur Leadgenerierung liegt im Ergebnis: Du bekommst keine Liste, sondern einen Eintrag im Kalender mit einer Person, die weiß, worum es geht. Was Terminierung im B2B kostet und welche Abrechnungsmodelle üblich sind, erklärt der Ratgeber Terminierung B2B: Kosten.

No-Show

Ein No-Show ist ein vereinbarter Termin, zu dem der Gesprächspartner nicht erscheint und der auch nicht rechtzeitig verschoben wurde. No-Shows gehören zum Alltag im Outbound, lassen sich aber durch einige Maßnahmen reduzieren: eine Bestätigung direkt nach der Zusage, eine Erinnerung am Vortag, ein kurzer Anruf vor dem Termin und eine klare Agenda, damit der Kontakt den Nutzen des Gesprächs kennt. Bei unserem Modell berechnen wir No-Shows nicht. Der Termin zählt erst, wenn das Gespräch tatsächlich stattgefunden hat.

Show-Rate

Die Show-Rate ist der Anteil der vereinbarten Termine, die tatsächlich stattfinden. Sie ist die Kehrseite der No-Show-Rate und eine der ehrlichsten Kennzahlen im Appointment Setting, weil sie zeigt, wie ernst der Kontakt den Termin nimmt. Eine niedrige Show-Rate deutet oft auf Druck bei der Terminvereinbarung hin: Der Kontakt hat zugesagt, um das Gespräch zu beenden, nicht aus Interesse. Eine telefonische Qualifizierung vor der Buchung und ein klarer Anlass im Gespräch heben die Show-Rate deutlich.

Preismodelle und Abrechnung

Retainer

Ein Retainer ist eine feste monatliche Pauschale, die eine Agentur unabhängig vom Ergebnis erhält. Im Gegenzug stellt sie Kapazität, Tools und Erfahrung bereit. Für die Agentur ist das Modell planbar, für den Kunden bedeutet es Risiko: Du zahlst auch in Monaten, in denen keine Termine entstehen, und bindest dich oft für mehrere Monate. Retainer sind bei Leadgenerierungs-Agenturen in DACH weit verbreitet. Welche Fragen du vor einer Entscheidung stellen solltest, fasst der Ratgeber Pay per Termin vs. Retainer zusammen.

Pay per Lead

Bei Pay per Lead zahlst du einen festen Betrag pro geliefertem Kontakt. Das klingt ergebnisorientiert, hat aber einen Haken: Der Anbieter wird für die Menge an Kontakten bezahlt, nicht für Gespräche. Was als Lead gilt, ist oft weich definiert, und die Prüfung, ob der Kontakt wirklich passt und Interesse hat, bleibt bei dir. In der Praxis landen so viele Kontakte beim Vertrieb, die nie zu einem Termin führen. Warum wir dieses Modell bewusst nicht anbieten, erklärt der Ratgeber Termine statt Leads.

Pay per Termin (Pay per Appointment)

Bei Pay per Termin, englisch Pay per Appointment, zahlst du nur für Gespräche, die tatsächlich stattfinden und den vorher vereinbarten Kriterien entsprechen. Das Risiko wechselt damit zur Agentur: Sie trägt die Kosten für Daten, Infrastruktur und Ansprache und verdient erst, wenn ein qualifizierter Termin in deinem Kalender steht. Entscheidend ist eine saubere Definition des qualifizierten Termins, sonst entsteht Streit über die Abrechnung. Bei uns kostet ein qualifizierter Termin 200 USD, No-Shows und Termine außerhalb der Zielgruppe sind kostenlos. Details findest du auf der Preisseite.

Setup-Gebühr

Die Setup-Gebühr ist ein einmaliger Betrag zu Beginn der Zusammenarbeit, der den Aufbau der Kampagne abdeckt: Onboarding, Zielgruppenanalyse, Lead-Liste, Sending-Domains, Postfächer, Warm-up, LinkedIn-Setup und die ersten Textsequenzen. Diese Arbeit entsteht, bevor der erste Termin gebucht werden kann, und ist unabhängig vom späteren Ergebnis. Bei uns beträgt die Setup-Gebühr einmalig 2.800 USD; danach fallen ausschließlich 200 USD pro qualifiziertem Termin an, ohne Retainer. Woran du bei der Auswahl eines Anbieters sonst noch denken solltest, zeigt der Ratgeber B2B Leadgenerierung Agentur auswählen.

Recht und Datenschutz in DACH

Die folgenden Einträge fassen den rechtlichen Rahmen zusammen, wie er in der Praxis diskutiert wird. Sie sind keine Rechtsberatung. Wenn du eine Kampagne planst, lass die Vorgehensweise für dein Unternehmen und deine Zielmärkte juristisch prüfen.

UWG § 7 (Deutschland)

§ 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb regelt in Deutschland, wann Werbung als unzumutbare Belästigung gilt. Für E-Mail-Werbung verlangt § 7 Abs. 2 grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, und zwar auch gegenüber Unternehmen. Eine enge Ausnahme gilt für Bestandskunden unter bestimmten Voraussetzungen. Telefonwerbung gegenüber Unternehmen ist zulässig, wenn zumindest eine mutmaßliche Einwilligung vorliegt, also ein sachliches Interesse am Angebot anzunehmen ist. Was das für Cold Email, LinkedIn und Telefon konkret bedeutet, besprechen wir ausführlich im Ratgeber Kaltakquise im B2B: Was ist erlaubt?.

§ 174 TKG 2021 (Österreich)

In Österreich regelt § 174 des Telekommunikationsgesetzes 2021 die elektronische Direktwerbung. Danach brauchen Werbe-E-Mails grundsätzlich eine vorherige Einwilligung des Empfängers, auch wenn dieser ein Unternehmen ist. Eine Ausnahme gilt unter engen Voraussetzungen für bestehende Kunden, die der Nutzung ihrer Adresse nicht widersprochen haben und bei jeder Nachricht einfach ablehnen können. Verstöße können als Verwaltungsübertretung geahndet werden. Österreich gilt damit im Vergleich zu Deutschland als mindestens ebenso streng, was in der Praxis für eine sorgfältige Trennung der Zielmärkte spricht.

Schweizer UWG Art. 3 Abs. 1 lit. o

In der Schweiz erfasst Art. 3 Abs. 1 lit. o des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb Massenwerbung über elektronische Kanäle ohne vorherige Einwilligung. Unlauter handelt demnach, wer Massenwerbung ohne direkten Zusammenhang mit einem angeforderten Inhalt versendet, ohne vorher die Einwilligung eingeholt zu haben, den korrekten Absender anzugeben und auf eine problemlose, kostenlose Ablehnungsmöglichkeit hinzuweisen. Diskutiert wird, ab wann eine individuell adressierte, einzelne Nachricht als Massenwerbung gilt. Die Schweiz steht zudem außerhalb des Geltungsbereichs der DSGVO, hat aber mit dem revidierten Datenschutzgesetz eigene Vorgaben.

DSGVO: berechtigtes Interesse

Die Datenschutz-Grundverordnung regelt, ob und wie du geschäftliche Kontaktdaten verarbeiten darfst, nicht ob die Werbung selbst zulässig ist. Als Rechtsgrundlage für Outbound kommt meist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO in Frage, das berechtigte Interesse. Erwägungsgrund 47 nennt Direktwerbung ausdrücklich als mögliches berechtigtes Interesse. Nötig sind eine dokumentierte Abwägung mit den Interessen der betroffenen Person, eine Information über die Verarbeitung und die Möglichkeit, jederzeit zu widersprechen. Ob die werbliche Nachricht erlaubt ist, entscheidet daneben das Wettbewerbsrecht. Beide Ebenen erklärt der Ratgeber Cold Email und DSGVO.

Kennzahlen

Antwortrate (Reply Rate)

Die Antwortrate ist der Anteil der angeschriebenen Kontakte, die auf eine Sequenz antworten, unabhängig davon, ob positiv, negativ oder mit einer Abmeldung. Sie zeigt, ob Zielgruppe, Anlass und Text zusammenpassen und ob die E-Mails überhaupt ankommen. Eine niedrige Antwortrate bei guter Zustellbarkeit spricht für ein Problem in Liste oder Text, eine niedrige Antwortrate bei schlechter Zustellbarkeit für ein Infrastruktur-Problem. Für sich allein ist die Antwortrate aber wenig aussagekräftig, weil auch Absagen mitgezählt werden. Aussagekräftiger ist die Positive Reply Rate.

Positive Reply Rate

Die Positive Reply Rate ist der Anteil der angeschriebenen Kontakte, die mit Interesse reagieren: eine Rückfrage stellen, um mehr Informationen bitten oder einem Gespräch zustimmen. Sie filtert Absagen, Abwesenheitsnotizen und Abmeldungen aus der allgemeinen Antwortrate heraus und ist damit die Kennzahl, die am engsten mit dem Ergebnis zusammenhängt. Beim wöchentlichen Vergleich von Betreffzeilen, Einstiegen und Angeboten orientieren wir uns an dieser Zahl, nicht an Öffnungsraten, die durch technische Vorabrufe der Mail-Provider kaum noch belastbar sind.

Termin-Rate

Die Termin-Rate setzt die Zahl der gebuchten qualifizierten Termine ins Verhältnis zur Zahl der angeschriebenen Kontakte oder, in einer zweiten Variante, zur Zahl der positiven Antworten. Die erste Variante zeigt die Effizienz der gesamten Kampagne, die zweite die Qualität der Nachfass-Arbeit: Wie viele Interessenten werden tatsächlich zu einem Gespräch? Eine große Lücke zwischen positiven Antworten und Terminen deutet auf zu langsames oder zu unverbindliches Nachfassen hin. Deshalb qualifizieren wir positive Antworten telefonisch und schlagen direkt konkrete Termine vor.

Cost per Meeting

Cost per Meeting bezeichnet die Gesamtkosten einer Outbound-Aktivität geteilt durch die Zahl der stattgefundenen Termine. Bei einem eigenen Team fließen Gehalt, Lohnnebenkosten, Tools, Daten und Einarbeitungszeit ein; bei einer Retainer-Agentur die monatliche Pauschale, bei Pay per Termin die Setup-Gebühr plus der Preis pro Termin. Die Kennzahl macht Modelle vergleichbar, die auf den ersten Blick unterschiedlich aussehen. Vergleichbar wird sie allerdings nur, wenn dieselbe Definition für einen Termin zugrunde liegt. Eine Beispielrechnung findest du im Ratgeber Terminierung B2B: Kosten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Lead und einem Termin?

Ein Lead ist ein Kontakt, der zur Zielgruppe passt und von dem Name, Unternehmen und ein Kontaktweg bekannt sind. Er hat nicht unbedingt Interesse gezeigt. Ein Termin ist ein fest vereinbartes Gespräch mit einer Person, die weiß, worum es geht, und erscheint. Ein Lead ist Rohmaterial, ein Termin ist ein Ergebnis.

Was unterscheidet MQL und SQL?

Ein MQL (Marketing Qualified Lead) wurde nach Marketing-Kriterien als interessant eingestuft, etwa wegen eines Downloads oder mehrerer Website-Besuche. Ein SQL (Sales Qualified Lead) wurde vom Vertrieb geprüft: Bedarf, Rolle und Gesprächsbereitschaft sind bestätigt. Im Outbound entspricht ein SQL einem Kontakt mit positiver Antwort, der die Zielgruppen-Kriterien erfüllt.

Was zählt als qualifizierter Termin?

Ein qualifizierter Termin ist ein Gespräch mit einer Person, die zur vorher gemeinsam festgelegten Zielgruppe gehört (Branche, Unternehmensgröße, Region, Rolle), den Anlass des Gesprächs kennt und tatsächlich erscheint. No-Shows und Gespräche außerhalb dieser Kriterien berechnen wir nicht.

Ist Kaltakquise im B2B erlaubt?

Das hängt vom Kanal und vom Land ab. In Deutschland verlangt § 7 UWG für E-Mail-Werbung grundsätzlich eine vorherige Einwilligung, Telefonwerbung gegenüber Unternehmen ist bei mutmaßlicher Einwilligung zulässig. Österreich (§ 174 TKG 2021) und die Schweiz (Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG) haben eigene, ähnlich strenge Regeln. Die DSGVO regelt zusätzlich die Datenverarbeitung. Diese Antwort ist keine Rechtsberatung; lass dein Vorgehen juristisch prüfen.

Was kostet ein qualifizierter Termin?

Bei uns zahlst du einmalig 2.800 USD für das Setup und danach 200 USD pro qualifiziertem Termin. Es gibt keinen Retainer und keine Gebühren pro Lead. Bei anderen Modellen ergibt sich der Preis pro Termin erst rückwirkend aus Retainer oder Personalkosten geteilt durch die Zahl der stattgefundenen Gespräche.

Nächster Schritt

Wir zeigen dir, wie viele Termine in deinem Markt realistisch sind, mit Zahlen aus vergleichbaren Kampagnen.

Deine Angaben bleiben vertraulich und dienen nur der Vorbereitung deines Gesprächs.

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